Natur-Interessierte sind herzlich eingeladen

 

Am Dienstag, 4. Oktober findet um 20 Uhr wieder unser Infoabend im Turmzimmer des Kulturhauses statt. Alle an der Natur interessierte sind herzlich eingeladen. Wir freuen uns immer über Gäste und neue Mitstreiter.


NABU-Kinderferienprogramm 2016

Die Teilnehmer des Ferienprogrammes am Eingang des Dachsbaus
Die Teilnehmer des Ferienprogrammes am Eingang des Dachsbaus

Auch dieses Jahr bot der NABU wieder für das Sommerferienprogramm der Stadt Sachsenheim „Naturerleben am Bach an“. Wegen des heißen Wetters waren wohl die meisten der angemeldeten Kinder im Freibad geblieben. Christoph Kaup vom NABU Sachsenheim und seine Helferin Sylvia Braun aus Hohenhaslach hatten fünf gespannte und fröhliche Kinder vor sich, sodass sie auf jedes Kind eingehen konnten. Ein Mädchen war schon zum zweiten Mal dabei.
 

Am meisten freute sie sich über die Kirbach-Durchquerung und die anschließende Besichtigung des Dachsbaus. Bei den neun Höhleneingängen des ca. 80 Meter langen und mehr als 10 Meter breiten Röhrensystems konnten die Kinder klare Unterschiede feststellen. „Das ist der Haupteingang“ meinte der zehnjährige Daniel. Deutlich konnte man erkennen, dass die dachs-typische Rutschbahn in das große Eingangsloch häufig benutzt wird. Die anderen Eingänge waren offensichtlich Nebeneingänge oder selten benutzte Notausgänge. Um die Dachseingänge herum entdeckten die Kinder kleine Erdlöcher. „Das sind keine angefangenen Mäuselöcher, sondern die Latrinen der Dachse, in denen sie ihren Kot absetzen“ erklärte Christoph Kaup. „Warum werden die Dachse geschossen?“ fragte Robert auf den Hochsitz zeigend. „Es gibt keinen vernünftigen Grund.

 

Deshalb tritt der NABU für eine ganzjährige Schonzeit ein“ antwortete Christoph Kaup. Bei der Rückkehr bot die abermalige Kirchbach-Durchquerung eine willkommene Abkühlung.


Reinigung der Nistkästen für Wasseramseln

Im August reinigten Christoph Kaup und Harald Gabriel die unter vielen Brücken über den Kirbach angebrachten Nistkästen für Wasseramseln. Sie mussten feststellen, dass einige der Nistkästen mittlerweile abgebrochen oder kaputt sind. Fest eingeplant ist, diese in der nächsten Zeit zu erneuern. Die Wasseramsel brütet schon seit 2008 nicht mehr in den Nistkästen. Auch dieses Jahr waren keine Nester von Wasseramseln zu finden. Die Nester sind leicht von anderen Vogelnestern zu unterscheiden. NABU-Vogelexperte Christoph Kaup geht davon aus, dass keine Wasseramseln mehr am Kirbach existieren. Da die Wasseramsel selten außerhalb des Baches fliegt und deshalb am schlecht einsehbaren Kirbach schwer zu beobachten ist, kann Kaup aber doch nicht ausschließen, dass der Vogel noch an anderen Stellen brütet.

 

Der NABU bittet um Mitteilung, wenn jemand eine Wasseramsel am Kirbach beobachtet. Das Nistangebot wurde jedoch von anderen Vögeln gut angenommen und leistete wertvolle Dienste. Die 10 intakten Kästen enthielten alle Vogelnester. 3 Nester hatte der Zaunkönig gebaut, 1 gehörte einem Amselpärchen und die 6 anderen dienten Bachstelze, Gebirgsstelze und Meisen zur Jungenaufzucht. Die Reinigung der Nistkästen ist wichtig, weil in den Nestern viele Parasiten hocken, die der Gesundheit der kleinen Vogelkinder schwer schaden können.


NABU Sachsenheim investiert in neue Amphibien-Schutzzäune

Die Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung.

Die NABU-Gruppe Sachsenheim ist sehr zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Amphibienwanderung.  Obwohl die Schutzmaßnahmen noch laufen, zeichnet sich bereits ein Rekord Jahr ab. Stand 04.04.2016 haben wir am Zaunabschnitt beim Langmantel über 5500 Kröten gezählt, so viele wie noch nie.

Nach Abschluss der Aktion werden wir hier noch weitere Bilder und Informationen bereitstellen.

 

Zur Amphibienwanderung haben wir eine Pressemitteilung an die Bietigheimer Zeitung gesendet.  Sie ist in diesem Wortlaut am 07.04.2016 erschienen:

"Die neuen Amphibien-Schutzzäune haben sich schon bewährt", freut sich Martin Buck, Vorsitzender der NABU-Ortsgruppe Sachsenheim. Die Mitgliederversammlung hatte bereits 2015 beschlossen, neue Schutzzäune zu kaufen, da die alten verschlissen waren und an einigen Stellen Kröten hindurchkommen konnten. Mit über 1000 Euro besorgte der Verein aus seiner Klubkasse die neuen Zäune.


Schon im März hat die Stadt Sachsenheim sie aufgebaut. Dieses Jahr begann die Krötenwanderung aufgrund der kalten Nächte relativ spät. Buck hoffte zunächst, dass mindestens so viele Amphibien gezählt werden können wie letztes Jahr. Da waren es 1800 gewesen, Tendenz fallend. Doch in diesem Jahr wurden schon mehr als 3800 Erdkröten über die Straße getragen (Stand: 31. März).


"Ohne die Amphibienschutzaktionen der Stadt Sachsenheim und des Nabu Sachsenheim wären Frösche und Kröten in unserem Gebiet vom Aussterben bedroht", ist Martin Buck überzeugt und erklärt: "Erdkröten brauchen länger als eine Viertelstunde, bis sie zum Beispiel die Landstraße zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach überquert haben. In der Zeit sind sie überfahren oder vom Luftdruck der vorbeifahrenden Autos getötet worden." Der Verkehr auf den Straßen habe massiv zugenommen. Oft blieben die Erdkröten in kühlen Nächten auch auf den Straßen sitzen, um sich aufzuwärmen.


Weitere Maßnahmen: Über die Nacht wird der Heinzenberger Weg gesperrt. Beim Aussiedlerhof Langmantel und beim Kirbachhof wandern die Kröten entlang der aufgebauten Schutzzäune und fallen in die eingegrabenen Eimer. Morgens, und an starken Wandertagen beim Langmantel auch abends, werden sie herausgeholt und über die Straße getragen. All das ist die Aufgabe von zehn bis zwölf Ehrenamtlichen. Große Sorgen bereitet den Naturschützern aber die Wechselkröte. Sie sei im Kirbachtal fast verschwunden. Noch vorhanden seien hingegen der bedrohte Laubfrosch und die selten gewordene Gelbbauchunke.


Kindergruppe beim NABU-Sachsenheim gestartet

Miriam ist ein stark verschmutztes Auto und lässt sich mit sichtlichem Spaß in der Autowaschstraße besprühen, abbürsten und trocknen. Jedes Kind darf durch die Waschstraße fahren und schon bald ist die kalte Luft vergessen.

 

Bewegung und Spiele kommen nicht zu kurz bei der Kindergruppe der NABU-Ortsgruppe Sachsenheim, die es seit Oktober letzten Jahres wieder gibt.

12 Kinder treffen sich einmal im Monat auf dem Gelände einer Scheune in Hohenhaslach. Das Grundstück ist ein Naturparadies für Vögel, Eidechsen, Wildkräuter und Insekten. Auch Mäusespuren entdeckten die Kinder im Schnee.

 

„Das ist eine Blaumeise“ weiß Anna-Lena, „da sitzt ein Buntspecht“ meint Joel. Die Naturkenntnisse sind erstaunlich gut verbreitet.

 

„Naturliebe geht durch den Magen“ ist Christoph Kaup überzeugt, der zusammen mit Jutta Munk die Gruppe führt. Die beiden NABU-Mitglieder leiten die Kinder an, 7 verschiedene Wildkräuter auf dem Gelände zu sammeln, die nachher auf einem Quarkbrot verspeist werden können. Ende Februar sind die Blättchen und Blüten noch frisch und zart und schmecken allen gut. Christoph Kaup muss noch schnell Nachschub besorgen. Gruppenleiterin Munk wundert sich, dass einige Kinder schon früher Löwenzahn, Wegerich und Gänseblümchen gegessen haben. Der wilde Schnittlauch ist allen bekannt. Dass man auch persischen Ehrenpreis und Wiesenlabkraut essen kann, ist dann doch etwa Neues. Aber keines der Kinder sammelt etwas Falsches.

 

Die Zeit vergeht im Nu und diesmal bleibt keine Zeit durch ein Fernrohr die Vögel bei der Winterfütterung zu beobachten.


Naturführungen mit dem NABU

Im Jahr 2016 führen wir folgende Führungen durch:

„Deutsche NaturErlebnisWoche 2016“

 Vom Ochsenbacher Geigersberg zum Eichwald

 

Die Führung geht vom Geigersberg durch Wald zum Wiesengebiet Eichwald. Gartenrotschwanz, Wendehals, Misteldrossel, Grünspecht, Waldlaubsänger und Baumpieper sind dort mit etwas Glück zu beobachten.

Sonntag 1. Mai 2016 von 8.30 – 11.00 Uhr

Die Führung ist auch für Kinder geeignet. Sie findet bei jedem Wetter statt.
Treffpunkt: Ochsenbach, Am Geigersberg gegenüber Friedhof.

Die Führung ist kostenlos. Spenden für den NABU sind erwünscht. Bitte Fernglas mitnehmen.

 

Von den Sersheimer Streuobstwiesen zum Naturschutzgebiet „Unterer See“

 
Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Pirol, Kuckuck, Schwarzspecht, Mittelspecht, Schwarzmilan sind dort gut zu beobachten, zumindest zu hören.

Sonntag 22. Mai 2016 von 7.30 – 10.00 Uhr

Sehr leichte Wegstrecke. Auch für Kinder geeignet. Die Führung findet bei jedem Wetter statt.
Treffpunkt: Trimm-Dich-Parkplatz (ist ausgeschildert) im Wald an der Vaihingerstraße zwischen Hohenhaslach und Sersheim.

Die Führung ist kostenlos. Bitte Fernglas mitnehmen.

 
Auskunft zu den Führungen: Christoph Kaup, Tel. 07147/ 5811 oder Mail: Chr.Kaup[at}web.de


Der Stieglitz ist "Vogel des Jahres 2016"

Charaktervogel bunter Landschaften

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) gehört zu den buntesten und gleichzeitig beliebtesten Singvögeln in Europa. Kaum eine andere Art steht so für die Vielfalt und Farbenpracht unserer Landschaften. Doch die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft und die Bebauung von Brachflächen rauben dem Stieglitz die Nahrungs- und Lebensgrundlagen. Es wird enger für den farbenfrohen Distelfinken. Mit seiner Wahl zum Vogel des Jahres 2016 wollen NABU und LBV den fortschreitenden Strukturverlust in unserer Kulturlandschaft ins Blickfeld rücken: Der Stieglitz ist unser Botschafter für mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarräumen und Siedlungsbereichen.

Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016. Foto: NABU/Frank Derer
Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016. Foto: NABU/Frank Derer

Foto des Monats

Unterwegs in Sachsenheim gibt es immer was zu entdecken

Blick auf Hohenhaslach im November  - Foto: Martin Buck
Blick auf Hohenhaslach im November - Foto: Martin Buck

Ferienprogramm mit dem NABU

Kinder überraschen mit guten Naturkenntnissen

„Das ist ein Feldahorn“, wusste Marie, „eine Hainbuche“ rief Marcel. Naturschutzwart Christoph Kaup zeigte beim Sommerferienprogramm des NABU Sachsenheim die Blätter von 7 Bäumen und Sträuchern und war überrascht über die guten Naturkenntnisse der Teilnehmer. Eifrig suchten 13 Kinder den Ufersaum des Kirbachs ab, um dort die zugehörigen Pflanzen zu entdecken. Die Blätter der Hainbuche waren schwierig zu finden, weil sie sehr den Blättern des Haselnuss-Strauches ähneln. Auch das Pfaffenhütchen war keine leichte Aufgabe, da die Sträucher nur sehr wenige der charakteristischen roten Früchte trugen. 
Die Rast auf der Wiese beim Wasserhäuschen war für NABU-Vorstandsmitglied Kaup eine willkommene Gelegenheit Federn von Mäusebussard, Fasan, Eichelhäher, Schleiereule und Specht zu zeigen. Auch hier bewiesen einige Kinder erstaunliche Kenntnisse im Bestimmen.
Der Eisvogel ist sicher die spektakulärste Brutvogelart am Kirbach. Christoph Kaup zeigte Bilder dieses wunderschönen Vogels und führte die Kinder zur nahen Eisvogel-Brutwand, an der etliche Brutröhren des Eisvogels zu sehen waren, die dieser im Laufe von Jahren gegraben hatte.
„Puh wie kalt“ schrien die Kinder als es an das Durchqueren des Kirbachs ging. Teils vorsichtig teils wagemutig wateten sie durch Schlamm und über Steine. Anschließend ging es zur Besichtigung eines riesigen Dachsbaus mit vielen Eingängen. Die teils sehr großen Eingänge mit den deutlich zu sehenden Rutschen, auf denen der Dachs in sein unterirdisches Reich gelangt, erstaunten die Kinder. „Der Dachsbau ist schon seit vielen Jahren bewohnt und beherbergt in der Regel mehrere Dachsgenerationen“ erklärte Kaup. Leider dürfe er immer noch ganzjährig bejagt werden, obwohl er ziemlich selten geworden sei.
Noch einmal musste mit Gejohle der Kirbach durchwatet werden, bis dann nach 2,5 Stunden alle wohlbehalten am Parkplatz ankamen und von Christoph Kaup noch mit NABU-Infomaterial versorgt wurden.



NABU-Sachsenheim aktiv im Internet

Helfen Sie mit, unser Angebiot zu verbessern

Bereits seit 12 Jahren ist die NABU-Gruppe Sachsenheim im Internet präsent. Das Angebot an Informationen ist dabei immer weiter gestiegen.

 

Über die Statistik der Seitenzugriffe, können wir feststellen, welche Seiten am häufigsten genutzt werden. In den letzen Monaten waren dies folgende Seiten:

Unter Regionale Produkte bieten wir Ihnen eine Auflistung aller Anbieter regionaler Produkte unserer Umgebung.

Was wir aber nicht wissen ist, was Sie auf unseren Seiten vermissen!

 

Teilen Sie uns doch mit, welche Informationen Sie hier gesucht und nicht gefunden haben. Teilen Sie uns auch mit, was wir besser machen können.

Und natürlich dürfen Sie auch mitteilen, was Ihnen besonders gefällt.

Per Mail an: mail[at]nabu-sachsenheim.de

 

Vielen Dank für Ihre Mithilfe. 


NABU-Archiv

Rückblick auf unsere Naturschutzarbeit

Wer für die Natur aktiv ist, sollte das auch anderen mitteilen. Deshalb haben wir ein Archiv erstellt und sammeln darin Informationen über Aktivitäten der NABU-Gruppe Sachsenheim.

 

Es gibt hier auch Pressemitteilungen, mit denen wir die Öffentlichkeit über unsere Arbeit informiert und auch Probleme im Naturschutz angesprochen haben.

 

Somit erhalten Sie einen schnellen Einblick in unsere Vereinsarbeit.

  

 Rückblick 2015

 Presseberichte 2015